Was hilft beim Reizdarmsyndrom?

Was hilft beim Reizdarmsyndrom?

Reizdarmsyndrom

Wer ständig von Symptomen wie einem unangenehmen Völlegefühl, Verstopfungen, Blähungen oder Schmerzen im unteren Bauchbereich begleitet wird, leidet möglicherweise an einem Reizdarmsyndrom. Der Weg zur Diagnose ist oft lang. Wenn sie einmal gestellt ist, gibt es aber durchaus Möglichkeiten, um die Beschwerden zu lindern.

Das Reizdarmsyndrom ist eine funktionelle Störung

Beim sogenannten Reizdarmsyndrom ist die Kommunikation zwischen dem zentralen Nervensystem und der Muskulatur des Darms gestört. Infolgedessen treten ähnliche Symptome wie bei einer Magen-Darm-Erkrankung auf. Als Ursachen gelten Stress, eine gestörte Darmflora oder Lebensmittelunverträglichkeiten. Diagnostiziert wird das Reizdarmsyndrom oft erst, wenn andere Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts ausgeschlossen werden können. Wie die Therapie gestaltet wird, kann von Patient zu Patient unterschiedlich sein. Betroffene müssen selbst herausfinden, welche Maßnahmen ihnen guttun. Möglicherweise können die folgenden Behandlungsansätze helfen.

Reizdarmsyndrom mit der Low FODMAP Diät abmildern

Das Kürzel FODMAP steht für fermentierbare Ogliosaccharide, Disacchararide, Monosaccharide und Polyole. Das klingt erst einmal nach großer Wissenschaft. Tatsächlich handelt es sich bei diesen Begriffen aber um verschiedene Arten von Kohlenhydraten, die in der Nahrung vorkommen und im Darm von den Bakterien abgebaut werden. Gerade Menschen mit Reizdarmsyndrom vertragen diese Kohlenhydrat-Gruppen aber nicht so gut. Sie kommen beispielsweise in Brot, in Steinobst oder in Süßigkeiten vor. Bei einer low FODMAP Diät werden sie auf ein Minimum reduziert. Grundsätzlich sollte diese Behandlungsart aber in ärztlicher Begleitung und gegebenenfalls mit Unterstützung durch eine Ernährungsberaterin oder einen Ernährungsberater stattfinden.

Eine bessere Stressbewältigung kann die Symptome möglicherweise lindern

Da das Reizdarmsyndrom oft durch Stress verstärkt wird, sollten Betroffene versuchen, diesen zu reduzieren und verschiedene Entspannungstechniken erlernen:

  • Yoga: Durch das Zusammenspiel aus Anspannung und Lockerlassen der Muskeln sowie gezielten Atemübungen und meditativen Elementen ist Yoga für Körper und Geist gleichermaßen wohltuend. Vielen Menschen hilft das regelmäßige Praktizieren beim Entspannen.
  • Achtsamkeit: Bei der Achtsamkeit geht es darum, sich voll und ganz auf eine Sache zu konzentrieren. So fällt es leichter, loszulassen und wieder zu sich finden. Podcasts sind zum Beispiel eine Möglichkeit, um die Grundlagen der Achtsamkeit zu erlernen. Anschließend lassen sich die Übungen ganz leicht in den Alltag integrieren.
  • Bewegung: Sport hilft beim Stressabbau und macht es leichter, abends einzuschlafen. Schon regelmäßiges Spaziergehen kann einen spürbaren Effekt haben.
  • Schlaf: Das individuelle Schlafbedürfnis kann variieren, liegt bei einem erwachsenen Menschen aber bei ungefähr sieben bis neun Stunden. Wer dauerhaft weniger schläft, fühlt sich automatisch gestresster.

Therapie mit Medikamenten unterstützen

Je nach Schwere der Symptome kann auch eine medikamentöse Behandlung sinnvoll sein. Sie sollte selbstverständlich an die individuellen Symptome angepasst werden. Oft werden krampflösende Mittel oder Medikamente gegen Verstopfungen verabreicht. Zudem können geringe Mengen von Antidepressiva die Darmregulierung unterstützen und möglicherweise die Symptome lindern.

 

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