5 Gründe, warum es Sinn macht, eine Maske zu tragen

5 Gründe, warum es Sinn macht, eine Maske zu tragen

Maske tragen schützt und zeugt von Respekt
Warum Maske tragen
Es gibt auch modischere Modelle: Die Gesichtsmaske ist mehr als ein Modetrend!

2020 hat uns die Gesichtsmaske gebracht. Sie ist Modetrend, Lebensretter, Respektsbezeugung und vor allem ist verpflichtend. Deshalb sollten wir Masken tragen.  

Ein kleines Stückchen Stoff sorgt in diesem Jahr für viel Aufregung:

In Wien haben sich bei der letzten Corona-Demo 400 Menschen beim Karlsplatz eingefunden und „Heimatschutz statt Mundschutz!“ geschrien. In Deutschland waren es gleich 100 Mal so viele, nämlich 40.000 bei der Anticorona-Demo nach Berlin Sie alle fühlen sich bedrängt von den Maßnahmen der Regierung, repräsentiert durch den Mund-Nasen-Schutz.

Was ist nur los, dass sich Verschwörungstheoretiker, Wissenschaftsverweigerer, rechte Recken, die sich verzweifelt an einem neuen Thema abarbeiten (weil das Ausländerthema im Moment halt nicht so zieht), so an der Gesichtsmaske stoßen.  

Es sollten doch mittlerweile wirklich jedem klar sein, warum es Sinn macht, so eine Maske zu tragen. Für alle, die noch zweifeln, habe ich hier ein paar Antworten:

5 Gründe, warum Sie eine Maske tragen sollen:

Egal, ob selbst genäht, als Schal oder FFP2 und FFP3: Wer eine Maske trägt, tut das Richtige in Zeiten von Corona. Hier steht, warum das so ist:  

1. Eine Maske senkt die Ansteckungsgefahr

Um zu verstehen, warum Gesichtsmasken funktionieren, muss man verstehen, wie sich Corona ausbreitet.

Das Sars-CoV2-Virus nistet sich in die Zelle ein und repliziert sich dort. Sobald es sich vermehrt hat, verlassen die neuen Viren die Zellen und schwimmen in den Körperflüssigkeiten in der Lunge, der Nase und dem Mund.

Sind Sie schon einmal jemand mit feuchter Aussprache begegnet? Da fliegt ganz schön was durch die Luft. Aber auch, wer sich weniger feucht artikuliert, verbreitet das Virus.

Sobald jemand laut spricht oder hustet schießt Flüssigkeit in Form kleinster Tröpfchen – den Aerosolen – aus dem Körper hinaus und durch die Luft. Die Viren sitzen als Passagiere in diesen Aerosolen und gehen somit auf die Reise zum nächsten Wirt. Mit einem Huster feuern wir bis zu 3.000 solcher Tröpfchen ab – genug, um andere anzustecken.

In OP-Masken, aber auch in normalen Stoffmasken, bleiben die größeren Tropfen auf jeden Fall hängen, die kleineren zu einem überwiegenden Teil. Deswegen können diese Masken die Virusübertragung um bis zu 70% reduzieren. Das ist mittlerweile wissenschaftliche nachgewiesen und hat sich auch bewährt.

In asiatischen Staaten, aber auch in unserem Nachbarland Tschechien konnte man die Ausbreitung von Corona rasch verlangsamen, weil eine generelle Maskenpflicht verhängt worden ist.

Das ist ja auch logisch: Es hat schon einen Grund, warum Chirurgen eine Maske während einer Operation tragen. Damit der Chirurgen-Speichel nicht in der Wunde des Patienten landet.

2. Masken erinnern uns daran, dass eben nicht alles normal ist

In Österreich hat die Regierung für die zweite Welle erst eine Maskenpflicht in Lebensmittel-Geschäften verhängt, und im zweiten Schritt auf den gesamten Einzelhandel ausgedehnt. Die Maßnahme ist hier medizinisch schwer nachvollziehbar, die Kritik berechtigt, die Ansteckungsgefahr im Supermarkt gering – sonst hätten wir schon während der ersten Welle im Frühjahr lauter kranke Kassenfrauen und -männer gehabt.  

Aber: Das Virus sieht, hört und riecht man nicht und darum neigen wir dazu, es einfach zu verdrängen. Sehen wir jedoch jemand mit einer Maske im Gesicht, dann erinnert uns das wieder daran, dass wir gerade eine Pandemie durchmachen und auf uns selbst und auf andere Rücksicht nehmen sollen. Wir sind eben noch nicht zum normalen Leben zurückgekehrt. Das dauert halt einfach noch – die Impfstoffforscher arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung, aber ein halbes Jahr müssen wir noch durchhalten.

Auch interessant: Schutzmasken müssen nicht fad sein. Mit diesen 5 lustigen Masken hast du die Lacher auf deiner Seite!

3. Sie zeugen von Respekt und gesellschaftlicher Verantwortung

Schon mal in Asien gewesen? Thailand vielleicht? Dort gehören Masken zum Alltag. In vielen Kulturen ist das Tragen einer Maske ein Zeichen des Respekts gegenüber anderen. Wenn jemand krank ist, und sei es nur ein Schnupfen, verhindert er oder sie mit einer Maske, dass sich jemand anderer ansteckt.

Wir wissen immer erst nach ein paar Tagen, ob wir den Virus in uns tragen – und manche von uns werden es wohl nie wissen. Bis sich Symptome bemerkbar machen, dauert es bekanntlich ein paar Tage. Und bis zu 18% der Virusträger entwickeln gar keine Symptome, nicht einmal leichte.

Trotzdem kann jemand, der das Virus in sich trägt, einen anderen Menschen anstecken. Mit einer Maske zeigen wir Respekt vor dem Leben anderer Menschen und nehmen unsere gesellschaftliche Verantwortung wahr.

4. Sie sind das Mode-Accesssoires von 2020

Neulich hab ich ein Fossil ausgegraben; im hintersten Winkel meines Kleiderschranks. Es war: ein neongrüner Hosenträger. Der Gummi war schon so ausgeleiert, die Schnallen rostig, aber die Erinnerung an ihn war lebendig. Ja, ich habe den tatsächlich einmal getragen – und ich war nicht der einzige, der so rumgelaufen ist.

Was haben sie uns angetan, die 80er Jahre, modisch gesprochen. Wir standen auf Jogging High und Hochwasserhosen und Dieter Bohlen trug einen rosaroten Jogginganzug. Wir liefen rum mit Dauerwelle, toupierten Haaren und einem VoKuHiLa – und fanden es totschick. Kein Mensch würde sich heute freiwillig so verunstalten lassen.

Und was lernen wir daraus: Modische Trends kommen und Gott sei Dank gehen sie wieder.

2020 ist es die Gesichtsmaske, die gekommen ist. Sie wird nicht für immer bleiben. Betrachten wir sie als süßen (und sinnvollen) Modetrend. Tragen Sie Design: Von Louis Vuitton, von Burberry oder zumindest von Tom Tailor. Oder darf es extravagant sein, wie hier von Collina Strada.

Designer-Maske

Ich bin kein Mode-Experte, aber ich bin mir sicher, das war noch nicht alles, da kommen noch ein paar Haut-Couture-Highlights.

In ein paar Jahren, wenn wir die Maske beim Ausmisten in der Schublade zufällig wieder in unseren Händen halten, werden wir mit einem Schmunzeln an dieses Jahr zurückdenken. Bis dahin, lassen Sie uns den neuen Modetrend genießen.

5. Masken retten die Wirtschaft

Regierungen versuchen mit allen Mitteln, die Wirtschaft am Laufen zu halten und die Arbeitslosigkeit und Insolvenzrate so gering wie möglich. Dafür hat etwa Deutschland allein mehr als 200 Milliarden Euro neue Schulden aufgenommen. Österreich erwartet statt eines Überschusses, wie er noch Ende 2019 prognostiziert wurde, erwarten die Politiker heuer ein historisches Deifizit jenseits der 30 Milliarden-Euro-Marke, schreibt etwa das Statistik-Institut Agenda Austria. Österreichs Steuereinnahmen sind während des Lockdowns um zwei Milliarden Euro gefallen.

Noch einen Lockdown würde noch mehr Schulden bedeuten und noch weniger Steuereinnahmen. Schon geringe Maßnahmen würden dafür sorgen, dass es mehr Arbeitslose gibt und mehr Insolvenzen.

Eine Maske zu tragen ist eine Maßnahme, mit der alle mithelfen können, dass wir die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Pandemie in dem Griff kriegen. Die Maske wird uns nicht in den Ruin stürzen, sie wird uns davor bewahren.

Einmal ehrlich: Das kleine Stück Stoff ist kein Zeichen der Unterdrückung durch unsere Politiker, es bricht niemandem kein Zacken aus der Krone, wenn wir sie tragen. Und die meisten von uns kriegen auch ganz gut noch Luft darunter. Und für alle, die jammern, weil ihnen von den Gummibändern der Maske die Ohren wehtun, haben wir schon am Anfang der Pandemie ein paar Tipps zusammengestellt. Also tragen wir Maske und helfen mit, uns und andere zu schützen!

 

 

Fotocredit: von Oben nach Unten: pexels.com, Collina Strada

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