Parfum: So beeinflussen Düfte unsere Gesundheit

Parfum: So beeinflussen Düfte unsere Gesundheit

Wenn Sie morgens im Bad Ihrer täglichen Routine nachgehen, machen Sie sich vermutlich nicht viele Gedanken, welchen Einfluss Parfum auf Ihre Gesundheit haben kann. Schaden Sie Ihrer Gesundheit, wenn Sie auf Ihren gewohnten Duft verzichten? Oder ist es genau umgekehrt: Schadet das Parfum Ihrer Gesundheit.

Nun, die Frage ist nicht ganz leicht zu beantworten, auch die Studienlage ist nicht ganz eindeutig. Es gilt mittlerweile als bewiesen, dass Parfum auf Allergiker einen negativen Einfluss haben kann. Genauso gilt aber auch: Parfumduft kann die Stimmung aufhellen.

Parfum gilt als eines der ältesten Kosmetika der Welt. Schon im alten Ägypten wurden Düfte verschiedener Pflanzen gemischt, um die Schönheit der Damen zu steigern.  

Parfums: von entspannend bis anregend

Also zuerst einmal: wir mögen es, wenn wir gut riechen. Das macht auch durchaus Sinn: Schlechter Geruch warnt uns davor, dass zum Beispiel Speisen verdorben sind.

Der Geruchssinn ist besonders stark ausgeprägt und dominant. Er ist mit dem limbischen System verbunden, und damit direkt mit dem Teil des Gehirns, in dem die Gefühle zuhause sind. Diese werden unbewusst durch Düfte beeinflusst. Nicht umsonst sagt man: „Ich kann dich nicht riechen!“ und drückt damit seine Abneigung aus. Das letzte Wort also, wenn wir jemand neuen kennen lernen, hat die Nase.

Umgekehrt haben aus diesem Grund auch Parfums und Düfte einen positiven Einfluss auf unsere Stimmung. Studien etwa haben herausgefunden, dass der Duft von Mandarinen und Orangen anregend auf uns wirkt. Der Geruch von Vanille etwa beruhigt uns und wirkt nachweisbar entspannend auf unsere Muskeln. Zitronenduft nehmen wir als erfrischend wahr.

Und mehr noch: Forscher haben sogar herausgefunden, dass bestimmte Düfte positiv auf unser Verdauungssystem wirken.  

Kein Wunder also, dass die selben Duftstoffe auch in Parfums eingesetzt werden. Sind wir schlechter Laune, kann die richtige Menge an Parfum dafür sorgen, dass sich unsere Stimmung aufhellt.

Parfums  sind nichts für Allergiker

Manche Studien allerdings zeigen auch die negativen Wirkungen von Parfums. Bei Allergikern etwa können die Inhaltsstoffe Unverträglichkeiten auslösen. Davon betroffen sind allerdings nur ein bis zwei Prozent der Bevölkerung, nämlich solche, die besonders sensible Atemwege aufweisen. Die Symptome können Herzrasen und Kreislaufstörungen sein, Migräne und sogar Asthmaanfälle. Auch Hautreizungen werden durch Parfums ausgelöst.

Besonders gefährlich: Gefälschte Parfums

Eine besondere Gefahr geht von gefälschten Parfums aus, die leider immer wieder auf den Markt kommen. Dabei handelt es sich um nachgemachte Markenparfums in echten oder täuschend echt nachgemachten Flacons. Bei einer amerikanischen Untersuchung wurden hier Inhaltsstoffe wie Urin, Kühlmittel und gefährliche Bakterien nachgewiesen. Keine Frage: Das wollen Sie sich auf keinen Fall auf Handgelenke und Hals tropfen.

Parfum und Gesundheit: Das gilt es zu beachten

Sie möchten nicht auf Ihr Lieblings-Parfum verzichten und wollen aber gleichzeitig auch kein Gesundheitsrisiko eingehen? Mit diesen Tipps sind Sie sicher:

  • Lassen Sie sich nicht von biligen Preisen täuschen und kaufen Sie Ihr Parfum nur in renommierten Geschäften. Auch online sollten Sie auf einen Markenhändler setzen.
  • Tragen Sie nicht zu viel Parfum auf und bedenken Sie, dass andere, etwa Mitarbeiter, durch zu intensiven Duft gestört werden.
  • Wechseln Sie Ihre Parfummarke, wenn Sie das Gefühl haben, dass es Ihnen nicht gut tut.

Auch wenn manche Studien auf gesundheitsschädliche Wirkungen hindeuten: Die positiven Effekte von Parfum überwiegen die negativen auf jeden Fall.

 

Fotocredit: www. pexels.com

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