Immer mehr schwere Unfälle mit E-Mountainbikes

Immer mehr schwere Unfälle mit E-Mountainbikes

Mehr E-Mountainbikes bedeutet auch mehr Verletzungen
Mit dem E-Bike geht es leichter, kann aber auch gefährlich sein. Bild: pixabay.com

Noch nie wurden so viele E-Bikes verkauft wie im vergangenen Jahr. Am meisten gewachsen ist die Zahl der E-Mountainbikes.

Mit den besonderen Herausforderungen des E-Mountainbikes können aber längst nicht alle umgehen. Neben der höheren Geschwindigkeit, die je nach Typ erreicht werden kann, stellt vor allem das deutlich höhere Gewicht ein Risiko dar. Das Mountainbike ist dadurch bergab viel schwieriger zu steuern. Hinzu kommt, dass E-Bike-Fahrer in der Regel älter sind als Radfahrer ohne elektrische Unterstützung. Ungeübte Biker sind in Bezug auf Reaktion, Geschick und Gebrechlichkeit anfälliger für Verletzungen. Die Folgen sind erheblich: E-Bike-Fahrer sind häufiger mehrfach-verletzt und die Schwere der Verletzung ist deutlich höher.

Die häufigsten Mountainbike-Verletzungen

Fast drei Viertel aller Verletzungen von Mountainbike-Fahrern passieren durch einen Sturz nach vorne (73%). Unfälle zur Seite (24,7%) oder rückwärts (1,8%) passieren deutlich seltener. Der Sturz nach vorne ist dabei nicht nur der häufigste sondern auch der gefährlichste, da die Geschwindigkeit bergab meist deutlich höher ist. So passieren 84% der Knochenbrüche beim Sturz nach vorne.

Hauptsächlich sind die Extremitäten der Biker betroffen. Drei Viertel aller Verletzungen sind Schürfwunden, Platzwunden und Prellungen der unteren Extremität. Gravierender sind in der Regel die Verletzungen der oberen Extremität. Im Bereich der Schulter, Arme und Hände kommt es am häufigsten zu Frakturen.

So schütze Sie sich am besten vor Verletzungen

Wer mit seinem Mountainbike und insbesondere mit einer E-Bike-Variante unterwegs ist, sollte unbedingt auf die richtige Schutzkleidung achten: Helm, eventuell mit Vollvisier für Downhill-Biken. Aber auch Handschuhe, Mountainbike-Schuhe und bruchsichere Brillen sollten zur Ausstattung dazu gehören.

Jeder Fahrer sollte sich vorab Gedanken zu seinen technischen und körperlichen Fähigkeiten machen und seine Touren danach ausrichten. Vielerorts werden Fahrtechniktrainings für Mountainbiker angeboten. Besondere Witterungen, die für rutschigen Untergrund sorgen, sollten gemieden werden und die körperliche Fitness, sowie technische Sicherheit des Bikes sollten ebenfalls überprüft werden.

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