Gummihose bei Inkontinenz

Gummihose bei Inkontinenz

Kaum jemand spricht darüber, doch viele sind betroffen: Inkontinenz.

Kaum jemand spricht darüber, doch viele sind betroffen: Inkontinenz. Was im Bad passiert, bleibt im Bad – so lautet zumindest die Devise in der Öffentlichkeit. Umso problematischer ist es für Betroffene von Inkontinenz, über das Thema zu sprechen und sich Hilfe zu holen. Das führt oftmals zu einer Verschlimmerung des Problems.

So wird sich dann beispielsweise einfachen Hilfsmitteln verwehrt. Die sogenannte Gummihose (oder auch die sehr ähnliche PVC-Hose) ist super für den Alltag und für besondere Anlässe geeignet. Doch aufgrund mangelnder Aufklärung wissen viele Menschen gar nicht, dass eine Gummihose heutzutage praktisch und stylisch sein kann. Es wird also Zeit, offener über das Thema Inkontinenz zu sprechen.

Inkontinenz: Ursachen und Folgen

Es gibt ein paar Ursachen von Inkontinenz, die recht einfach zu bestimmen sind. So ist das Halten von Harn für Frauen nach einer Schwangerschaft oftmals ein Problem. Auch Inkontinenz nach Unfällen ist für Ärzte meist relativ leicht zu erkennen. Oftmals reicht schon eine Reha, um die Inkontinenz zeitlich im Rahmen zu halten.

Gleichzeitig gibt es aber noch zahlreiche Ursachen, die deutlich schwerer zu bestimmen sind. So kann Inkontinenz die Folge einer Infektion sein. Oder aber die Nerven senden nicht ausreichend Signale in wichtige Regionen des Körpers. Neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose können also ebenfalls zu Inkontinenz führen. Die Schwierigkeit besteht darin, die Anzeichen rechtzeitig zu erkennen und die genaue Ursache zu ermitteln.

Die Folgen von Inkontinenz sind nicht zu unterschätzen. Zum einen geht es dabei um direkte körperliche Folgen. Inkontinent führt zu einem erhöhten Infektionsrisiko und zu Hautproblemen. Womit die meisten Menschen aber am ehesten zu kämpfen haben: die mentale Belastung durch die Inkontinenz.

Mögliche Behandlung von Inkontinenz

Menschen, die unter Inkontinenz leiden, schämen sich häufig. Somit stehen sie unter einem permanenten Druck. Das kann doppelt gefährlich werden, denn Stress kann sogar die Ursache für Inkontinenz sein. Doch auch andere Ursachen bewahren nicht davor, sich zurückzuziehen.

Umso wichtiger ist es, dass Menschen ehrlich mit ihrer Erkrankung und den Behandlungsoptionen umgehen. Dazu gehört, dass unter Umständen akzeptiert werden muss, dass die Inkontinenz Teil des Lebens bleibt. Das ist vor allem bei Menschen im höheren Alter wahrscheinlich. Medikamente, Therapien, besondere sportliche Übungen und Meditation werden oftmals vom Arzt empfohlen.

Um den Alltag wirklich besser zu bewältigen, müssen aber weitere Maßnahmen ergriffen werden. So kann ein wenig Planung beim Ess- und Trinkverhalten sinnvoll sein. Dabei sollte auf keinen Fall auf Getränke und Essen verzichtet werden. Es geht zum Beispiel eher darum, nicht direkt vor dem Verlassen des Hauses zu viel zu sich zu nehmen.

In der Öffentlichkeit sind Menschen mit Inkontinenz stets darauf bedacht, eine Toilette in der Nähe zu wissen. Idealerweise wird die Inkontinenz mit Angehörigen besprochen, die emotional unterstützen können – oder auch schnell zur nächstbesten Toilette helfen. Zusätzlich ist es immer sinnvoll, leicht zu entfernende Kleidung zu tragen. Oder auf passende Unterwäsche zu setzen.

Die große Auswahl an Gummihosen

Gummihosen sind eine tolle Möglichkeit, um sich im Alltag sicherer zu fühlen. Einige sind recht eng geschnitten und können daher unter der normalen Kleidung getragen werden. Somit muss nicht permanent Angst davor herrschen, dass andere Menschen etwas von der Inkontinenz bemerken könnten.

Mittlerweile gibt es Gummihosen für Inkontinenz auch in verschiedensten Farben und Designs. Für zu Hause ist das ideal, um praktisch ständig auf diese Form der Bekleidung zu setzen. Man fühlt sich in einer stylischen Gummihose sicherlich besser als in einer öden Plastikhose. Gleichzeitig kann man in Ruhe Hausarbeit machen, Zeit mit dem Partner verbringen oder auch einfach relaxen. Somit sind die Gummihosen eine tolle Ergänzung zu einer fachlichen Behandlung durch einen Arzt.

 

Foto: canstockphoto.com

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