Ertrinken bei Kindern häufigste Todesursache - Einfach Gesund

Ertrinken bei Kindern häufigste Todesursache

So handeln Sie im Ernstfall richtig
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Sie haben Spaß. Trotzdem: Schwimmen ist für Kinder brandgefährlich! Foto: pexels.com

Kinder dürfen  nie aus den Augen gelassen werden, denn: Jeder fünfte Badeunfall endet tödlich.

 

Wer sehnt sich bei den heißen Temperaturen nicht nach einer Abkühlung. Vor allem für Kinder ist das Schwimmen ein riesen Spaß! Doch leider endet das Badevergnügen häufig mit Unfällen oder gar tödlich. 

 

Ertrinken ist häufigste Todesursache bei Kindern

In Österreich ist Ertrinken bei Kindern unter 5 Jahren die häufigste Todesursache, noch vor Verkehrsunfällen.Besonders gefährdet sind Kleinkinder: Mehr als die Hälfte dieser Ertrinkungsunfälle betrifft Kinder unter drei Jahren, für sie wird selbst ein Gartenteich oder ein Planschbecken zum Risiko, wenn sie dort unbeaufsichtigt spielen. Jeder fünfte Badeunfall endet tödlich. Bei ebenfalls so vielen erleiden die Kinder eine schwere bleibende Behinderung. Deshalb raten Experten: Bis die Kinder zehn Jahre alt sind, sollten Sie nie aus den Augen gelassen werden!

 

Auch Jugendliche und Erwachsene sind gefährdet, zumal sie sich häufig selbst überschätzen oder Alkohol im Spiel ist. Vor allem Männer wagen gerne den Kopfsprung in unbekannte Gewässer, der schwerwiegende Verletzungen zur Folge haben kann. 

So verhalten Sie sich richtig:

Gerät ein Mensch im Wasser in Not, sollten Helfer zuerst den Rettungsdienst unter 144 alarmieren. „Am besten reicht man dem Ertrinkenden einen Rettungsschwimmreifen, eine Boje, ein Surfbrett oder einen anderen schwimmenden Gegenstand, an dem er sich festhalten kann“, rät Dr. Gabriele Lerche, die stv. Chefärztin der Johanniter. Keinesfalls sollte man sich selbst in Gefahr bringen. Außerdem sollte man möglichst direkten Körperkontakt vermeiden. „Ertrinkende schlagen in ihrer Angst häufig um sich oder klammern so stark, dass sie auch den Retter unter Wasser ziehen“, so Lerche weiter.

 

Sofort Erste Hilfe leisten

Wurde die Person aus dem Wasser gezogen, sollte zunächst geprüft werden, ob sie bei Bewusstsein ist und atmet. Bewusstlose mit Atmung werden in die stabile Seitenlage gebracht. Um eine Unterkühlung zu vermeiden, sollte die gerettete Person mit Handtüchern oder einer Rettungsdecke bedeckt werden. 

„Wenn der Gerettete bewusstlos ist und nicht mehr atmet, ist rasche Hilfe lebenswichtig. Dann sollte man sofort mit der Reanimation beginnen bis der Rettungsdienst eintrifft“, erklärt die Notfallmedizinerin. 

„Dabei kann man nichts falsch machen. Nichts zu tun, wäre für den Verunfallten viel schlimmer, weil der Sauerstoffmangel irreparable Hirnschäden verursacht.“ 

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