Überbein am Handgelenk: Das steckt dahinter

Überbein am Handgelenk: Das steckt dahinter

Ein Überbein am Handgelenk ist recht häufig. Menschen jeden Alters können davon betroffen sein, egal ob Mann oder Frau. 

Medizinisch wird das Überbein als Ganglion bezeichnet. Es handelt sich dabei um eine gutartige, mit Flüssigkeit gefüllte Zyste. Auf das Überbein kann man drauf drücken, es lässt sich normalerweise hin und her schieben. 

In den meisten Fällen befindet sich das Ganglion am Handrücken, nahe des Handgelenks. Manchmal bildet sich das Ganglion auch an der Innenseite, nahe des Daumens oder bei den Ringbändern der Finger. 

Normalerweise ist ein Überbein harmlos. Sollte es allerdings Schmerzen bereiten, kann es unangenehm werden und die Lebensqualität beeinträchtigen. Außerdem kann ein Überbein bis zu acht Zentimeter groß werden – und dadurch ästhetisch stören. 

Ursachen des Überbeins

Die genauen Ursachen für die Bildung eines Handgelenksganglions sind nicht vollständig geklärt. Experten gehen davon aus, dass eine Reihe von Faktoren zusammenspielen muss, damit es sich bildet. Möglich ist, dass das Bindegewebe beschädigt ist oder eine Arthrose vorliegt und sich deswegen die weichen Gelenkshäute nach außen stülpen. Verletzungen, wiederholte Mikroverletzungen oder Überbeanspruchung des Handgelenks können dabei eine Rolle spielen. 

Symptome des Überbeins

Ein Überbein zeigt sich fast immer als kleine, rundliche Beule. Zu den häufigsten Symptomen gehören:

Schmerzen: Das Ganglion kann Schmerzen verursachen, insbesondere wenn es gegen nahegelegene Nerven oder Weichteile drückt. Vor allem, wenn die Hand belastet wird, zum Beispiel beim Aufstützen während des Aufstehens, kann das Ganglion weh tun. 

Eingeschränkte Beweglichkeit: In einigen Fällen kann das Ganglion die Beweglichkeit des Handgelenks beeinträchtigen.

Taubheitsgefühl oder Kribbeln: Wenn Nerven in der Nähe des Ganglions beeinträchtigt werden, können Taubheitsgefühle oder Kribbeln in der Hand auftreten.

Behandlung des Überbeins

Die Behandlung eines Handgelenksganglions hängt vom Leidensdruck der Patientin bzw. des Patienten ab. Manchmal verschwindet das Überbein von ganz alleine wieder. Hat der oder die Betroffene große Schmerzen oder Einschränkungen, kann ein Arzt folgendes tun: 

Absaugen: Die Flüssigkeit wird mit einer Nadel aus der Zyste abgesaugt. Meist wird dann Kortison als Endzündungshemmer nachgespritzt, damit das Ganglion nicht erneut auftritt. Allerdings ist dies sehr häufig der Fall. 

Chirurgische Entfernung oder Arthroskopie: Wenn konservative Maßnahmen nicht erfolgreich sind oder das Ganglion erhebliche Beschwerden verursacht, wird das Überbein herausgeschnitten. Das erfolgt unter lokaler Betäubung. Auch mittels Arthroskopie, also durch vier kleine Schnitte kann das Ganglion herausgeholt werden. Welche Maßnahme in Frage kommt, hängt von der Größe und dem Ort des Ganglions ab. 

Wichtig: Da die Hand ein hochkomplexes System ist, gibt es dafür eigene Handchirurgen, die auf solche Operationen spezialisiert sind.

Fazit:  

Ein Überbein oder Handgelenksganglion, obwohl oft harmlos, kann dennoch erhebliche Beschwerden verursachen. Die richtige Diagnose und Behandlung können dazu beitragen, Schmerzen zu lindern und die Lebensqualität der betroffenen Personen zu verbessern. Bei Verdacht auf ein Handgelenksganglion sollte Sie daher immer mit Ihrem Arzt sprechen.

Fotocredit: ta.che/Shotshop.com

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