Neue Methode zur Brust-Rekonstruktion nach Brustkrebs

Neue Methode zur Brust-Rekonstruktion nach Brustkrebs

Nach einer Transplantation wird in Tirol die Brust mit Bauchgewebe wieder aufgebaut
Brustkrebs
80 Frauen wurden bisher mit dieser Methode therapiert.

In zwei Tiroler Kliniken wird eine österreichweit einzigartige Operation angewendet, um die weibliche Brust nach einer Tumorentfernung wieder herzustellen.

In der Therapie von Brustkrebs hat es in den letzten Jahrzehnten große Fortschritte gegeben. Mittlerweile können zwischen 70 und 80 Prozent der Operationen brusterhaltend durchgeführt werden. Bei anderen Operationen muss die Brust entfernt werden. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, sie zu rekonstruieren, meist wird dafür Silikon verwendet.

In den beiden Tiroler Kliniken in Landeck und Schwaz wird eine innovative Therapie angewendet, die gänzlich auf Silikon verzichtet: Dabei wird die Brust mit Körperfett aus dem Bauchraum aufgefüllt. Diese Methode wurde in Japan eingeführt und kommt in Europa nur selten zur Anwendung.

Die Vorteile für die Frau sind groß: Erstens befindet sich kein Fremdstoff im Körper. Zweitens fühlt sich die neue Brust nicht künstlich an, sondern wie eine richtige Brust. Und drittens kann die Entfernung des Tumors und damit der Brust und die Auffüllung in einer einzigen Operation durchgeführt werden – bei einer Silikon-Auffüllung muss zweimal operiert werden.

Bisher sind über 80 Frauen auf diese Weise operiert worden, mit großem Erfolg. Nach wenigen Monaten sind die Spuren der Operation so gut wie unsichtbar, weil auch die Narben im unteren Bereich der Brust kaum mehr zu sehen sind.

Einen Wehmutstropfen gibt es: Das Bauchfett ist nicht unbegrenzt vorhanden. Es reicht nur für eine Brust.

Fotocredit: Pixabay.com

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